Das kleine Einmaleins des Vertikutierens: Wie, wann, warum, wie häufig und womit belüfte ich meinen Rasen richtig?

Vertikutieren: Wie, wann, womit, wie oft, warum?

Selbst Hobbygärtner wissen, wann, warum und wie sie ihren Rasen mähen müssen, wie sattelfest sind Sie aber, wenn es ums Vertikutieren geht? Wissen Sie, wann der richtige Zeitpunkt ist, Ihren Rasen zu lüften – und was es dabei zu beachten gilt? Keine Sorge, wir helfen da gerne und liefern Ihnen die Antworten auf die fünf wichtigsten W-Fragen rund ums Thema Vertikutieren: Warum, wann, wie, wie häufig und womit?

 

Warum überhaupt vertikutieren?

Damit wir verstehen, wann und wie wir am besten vertikutieren, müssen wir erst einmal verstehen, was dabei genau passiert. Sie haben vielleicht in dem Zusammenhang auch schon mal von “Rasen lüften” gehört – und das ist relativ nahe an der Wahrheit: Beim Vertikutieren ritzen Sie die Grasnarbe Ihrer Rasenfläche einige Millimeter tief an und entfernen gleichzeitig altes Schnittgut (auch Mulch genannt), Blätter und Moos. Auf diesem Weg kommt neben Nährstoffen und Wasser vor allem auch Luft viel besser an die Graswurzeln. In der Folge kann Ihr Rasen sehr viel schneller und gleichmäßiger wachsen.

Schon gewusst? Der Begriff “vertikutieren” ist ein Kofferwort auf den englischen Begriffen “vertical” und “cut” – wörtlich könnten wir es also mit “Senkrechtschneider” übersetzen.

 

Wann vertikutiere ich am besten – und wie häufig?

„Wachsen“ ist überhaupt ein gutes Stichwort: Der ideale Zeitpunkt fürs Vertikutieren ist in der Wachstumsphase zwischen Mitte April und Anfang Mai – eine Zeit, in der sich Ihr Rasen sehr schnell regeneriert. Wenn Sie zum Beginn der Gartensaison im Frühjahr düngen, sollten Sie ungefähr zwei Wochen warten und dann zum Vertikutierer greifen.

Das heißt nicht, dass Sie nicht auch später im Jahr vertikutieren können. Achten Sie nur darauf, dass der Boden nicht gefroren ist und dass Ihr Rasen danach einige Wochen zur Regeneration benötigt. Ein Vertikutiervorgang im Herbst bereitet den Rasen gut auf den Winter vor, sollte aber nicht so intensiv erfolgen wie im Frühjahr. Und im folgenden Jahr geht das Ganze wieder von vorne los.

Schon gewusst? Ist die Temperatur des Bodens in Ihrem Garten über 5 °C, beginnt Ihr Rasen zu wachsen.

Wie vertikutiere ich richtig?

So funktioniert ein Vertikutierer
Sie sollten Ihren Vertikutierer auch regelmäßig reinigen.

Stellen Sie sicher, dass Ihr Boden halbwegs trocken ist, bevor Sie mit dem Vertikutieren loslegen. Ein allzu feuchter Untergrund macht die Sache nicht nur anstrengender, auch treten Sie die frisch geschnittenen Rillen mit ihren Schuhen sehr viel leichter wieder zu. Vorbereitend sollten Sie Ihren Rasen erst mähen – und das am besten deutlich kürzer als sonst: Während wir für das regelmäßig Mähen eine Schnitthöhe von etwa vier Zentimetern empfehlen, dürfen Sie fürs Vertikutieren gut und gerne auf zwei Zentimeter runtergehen.

Für die Einstellung ihres Vertikutierers gilt grundsätzlich: Die Messer auf der Welle sollten den Boden gerade so berühren. Die Arbeitstiefe Ihres Gartengeräts liegt im Idealfall zwischen zwei und fünf Millimetern – je verwilderter Ihre Grünfläche, desto tiefer. Fahren Sie nun einmal längs und einmal quer über den gesamten Rasen, sodass ein Schachbrettmuster entsteht. Bei Wendemanövern und Richtungswechseln heben Sie die Messer mit dem entsprechenden Hebel nach oben. Arbeiten Sie zügig und bleiben Sie nicht stehen, sonst laufen Sie Gefahr, die Grasnarbe zu stark zu beschädigen.

Es ist ganz normal, dass Ihr Rasen nach dem Vertikutier-Vorgang leicht ausgedünnt wirkt. Er wird tatsächlich einige Wochen brauchen, um sich zu regenerieren. Sie können in der Zeit gerne auch düngen und allzu kahle Stellen etwas nachsäen – aber bitte nicht andersherum: Frisch angesäte Gräser würden beim Vertikutieren höchstwahrscheinlich einfach mit herausgerissen. Bei sehr warmem und trockenem Wetter schadet es außerdem nicht, den Rasen hin und wieder zu wässern.

Schon gewusst? Im Laufe des Sommers verfilzt Ihr Rasen – dabei verdichtet und versiegelt ein Gemisch aus Mähabfällen, Blättern und anderen Pflanzenresten den Boden. So kann das Gras nicht mit ausreichend Luft, Nährstoffen und Wasser versorgt werden.

Womit vertikutiere ich am besten?

Ob Sie Ihre Grünflächen mit einem kompakten Elektrogerät oder einem leistungsstarken Benzinvertikutierer lüften, spielt für das Ergebnis kaum eine Rolle – das ist, ebenso wie der für viele Modelle erhältliche Fangkorb, eher eine Komfortentscheidung. Natürlich beraten wir Sie hierzu gerne in einer unserer Filialen, wo wir Ihnen viele Geräte auch gerne demonstrieren. Falls sich bei kleineren Rasenflächen die Anschaffung eines eigenen Vertikutierers nicht lohnt, leihen wir Ihnen auch gerne ein Gerät aus unserem Mietpark.

Wie vertikutiere ich richtig – und wann, wie oft, warum und womit?

Schon gewusst? Vertikutieren ist nicht dasselbe wie aerifizieren – bei zuletzt Genannten wird der Boden sehr viel tiefer als nur an der Grasnarbe bearbeitet.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.