Die 3 häufigsten Fragen zum Thema Mulchen – und unsere Antworten!

Wie mulche ich richtig? Und was ist mulchen überhaupt?

Ein Langzeitexperiment der Universität für Bodenkultur in Wien-Essling belegt, was wir insgeheim schon immer wussten: Mulchen ist gut für Ihren Rasen! In einem Test haben die Boden- und Pflanzenexperten über vier Jahre hinweg zwei Rasenflächen miteinander verglichen: Die eine wurde 21-mal pro Jahr gemulcht – die andere wurde genauso oft gemäht und gut mit Mineraldünger gedüngt. Das Ergebnis: Der gemulchte Rasen sah nach vier Jahren deutlich satter, dichter und gesünder aus. Dennoch mulchen auch im Jahr 2019 noch vergleichsweise wenige Gartenbesitzer. Vielleicht helfen hier ja unsere Antworten auf die drei am häufigsten gestellten Fragen rund um das Thema Mulchen!

1. Was ist Mulchen überhaupt?

Augenscheinlich ist Mulchen ganz einfach Mähen ohne Grasfangkorb. Das ist aber nur die halbe Wahrheit, denn nicht jeder Mäher kann automatisch auch mulchen: Damit Ihr Rasen von den düngenden Eigenschaften gemähter Grashalme bestmöglich profitiert, müssen diese vom Mäher nicht nur abgeschnitten, sondern auch gehäckselt werden. Der Clou: Bleibt der zerkleinerte Schnittabfall auf der Grasnarbe liegen, ist das der perfekte Dünger für Ihren Rasen: Wo Sie sich bei Mineraldüngern sonst viele Gedanken über die richtige Dosierung machen müssen, enthält das Mulchmaterial stets genau die richtige Menge an Nährstoffen. Damit dosiert sich der Dünger beim Mulchen quasi von alleine … und viel wirksamer ist diese ökologische Variante auch noch – denn: 

Der Stickstoff im Mulchmaterial ist organisch gebunden und wird deshalb nicht so einfach ausgewaschen. 

Die enthaltenen Nährstoffe werden also langsam und gleichmäßig freigesetzt. Was die Universität für Bodenkultur außerdem herausgefunden hat: Bei der mit Mineraldünger behandelten Rasenfläche kam es im Testzeitraum zu einer Artenveränderung mit einem deutlich höheren Rasenfilz- und Unkrautanteil.

Nahezu jeder Mähroboter ist ein Mulchmäher.
Nahezu jeder Mähroboter ist ein Mulchmäher.

2. Wie mulche ich richtig?

Pro Jahr und Quadratmeter produziert Ihr Rasen gut und gerne bis zu zwei Kilogramm Schnittgut. Auf großen Rasenflächen entstehen so über die Saison einige Tonnen Bioabfall, der aufwändig entsorgt werden muss. Oder aber Sie mulchen und setzen ihn als effektiven Dünger ein. Damit das gut funktioniert, sollten Sie Ihren Rasen etwas häufiger mulchen, als Sie ihn mähen würden: Über die gesamte Vegetationsperiode ist 20maliges Mulchen eine ganz gute Größenordnung. Für die perfekte Menge an Düngmaterial sollten Sie dabei die Gräser etwa um ein Drittel kürzen. Weil feuchtes Gras leicht verklumpt, mulchen Sie besser bei trockenem Rasen – außerdem immer bei maximaler Drehzahl und mit geschärften Messern. Wenn Sie in überlappenden Bahnen in einem Kreuzmuster jede Stelle mehrmals anfahren, stellen Sie sicher, dass Sie alle Gräser erfassen und ein homogenes Gesamtergebnis erreichen.

3. Kann nicht mein Rasenmäher auch Mulchen?

Anders als ein normaler Rasenmäher führt ein Mulchmäher die abgeschnittenen Grashalme mehrmals durch das Schneidwerk. Auf diesem Weg werden diese nicht nur abgetrennt, sondern auch zerkleinert – perfekt, um sie im Anschluss gut und gleichmäßig auf der Rasenfläche zu verteilen. Ein Mulchmäher wie die STIHL-Mäher der R-Serie ist ein echter Spezialist auf seinem Gebiet und mulcht mühelos Rasenflächen jeglicher Größe und Komplexität. Die STIHL Multi-Mäher™ hingegen vereinen das Beste aus zwei Welten: Mit einem Fangkorb ausgestattet eignen sich die Geräte hervorragend, um regulär Rasen zu mähen und Laub aufzunehmen. Montieren Sie den Fangkorb aber ab und setzen stattdessen den Mulchkeil ein, wandelt sich das Gerät zum Mulchprofi für den heimischen Garten, wo im Gartenhäuschen vielleicht kein Platz für zwei Mäher (und einen Vertikutierer!) ist. Übrigens: Auch unsere smarten autonomen Mähfreunde wie der STIHL Mähroboter RMI 422 arbeiten üblicherweise nach dem Mulchprinzip.

Der Mulchkeil macht aus einem Rasenmäher einen Mulchmäher.

Mulchen lohnt sich!

Mulchen liegt nicht grundlos voll im Hobbygärtner-Trend: Sie gönnen damit Ihrem Rasen, Ihrer Umwelt und Ihrem Geldbeutel etwas Gutes. Lassen Sie uns gerne im Kommentarbereich wissen, ob Sie schon dem #TeamMulchen angehören – und falls nicht, beraten wir Sie gerne in einer unserer Filialen eingehender dazu!

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